Das Nishtha Gemeindezentrum wurde 2004 in einem
renovierten Haus neben dem Gesundheitszentrum eröffnet. Es ist
ein einladender Platz, der ein weites Spektrum an Aktivitäten
bietet.
Eine praktisch eingerichtete Küche ermöglicht
das Servieren von Tee und Zwischenmahlzeiten und das Kochen von großen
Mahlzeiten. Auf der Wiese hinter dem Zentrum können Schulkinder
und andere Leute ausgespeist werden, bei Regen auf der überdachten
Veranda.
Badezimmer mit solarbeheiztem Wasser und Vorrichtung
für Behinderte.
Drei Filtersysteme an verschiedenen Stellen im Dorf
und in der Schule stellen reines Trinkwasser zur Verfügung.
Wasserhähne sind auch im Vorhof des Zentrums zugänglich.
Mitarbeiter des Gemeindezentrums
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Frau
Dr. Kishwar Shirali ist pensionierte Psychologieprofessorin
der Universität Shimla in Himachal Pradesh.. Seit 1971
engagiert sie sich für das Thema Frauen und „Empowerment“.
Schon neben ihrer Lehrtätigkeit bot sie Workshops und
Seminare zu diesem Thema an, einschließlich Selbstachtung,
Sexualität, Lesefähigkeit und Körperbewusstsein.
Seit ihrer Pensionierung 1997, betreibt sie Psychotherapie
und alternatives Heilen im Kaschmirtal und bei Nishtha-Workshops
und -Gemeindeprojekten.
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Phillippa
Russell arbeitet seit 10 Jahren für Nishtha. Ihr Aufgabenbereich
umfasst alle Aspekte der Stiftung, die Verwaltung, das Personalmanagement,
die Buchhaltung, das Forschungsprojekt, außerdem schreibt
sie Projektanträge und Berichte. Sie hat auch den Plan
für das Gemeindezentrum entworfen und den Bau beaufsichtigt.
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Padam
Nab ist zuständig für das Schulernährungsprogramm.
Er kauft dafür ein, bereitet den Imbiss zu und verteilt
ihn und das Obst an die Schulkinder, wodurch er sich eine persönliche
Beziehung zu ihnen aufgebaut hat. Salochana arbeitet halbtags
mit Padam Nab und den Schulkindern zusammen und hilft, das
Zentrum zu putzen und sauber zu halten.
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Die Gemeindekoordinatorinnen
Mishru Devi, eine erfahrende PR-Mitarbeiterin, und Deepa, eine
junge alleinstehende Frau, sind zuständig für den
reibungslosen Betrieb des Zentrums und seiner Programme. Deepa
ist besonders in den Single Women Außenprojekten engagiert,
während Mishru Devi die Einkommen schaffenden Projekte
und die Nähprogramme koordiniert.
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Frauenprogramme
Nishthas Beratungsstelle – ein Dienst,
der für alle, die Hilfe in seelischen Belangen
brauchen, zur Verfügung steht. Frau Dr. Kishwar Shirali, unsere
erfahrene Psychotherapeutin, leitet dieses Programm und ist nach
Bedarf für Patienten da. Wir arbeiten auch mit Familien von
Alkoholikern und Frauen, die zu Hause unter Gewalt leiden. Es gibt
immer Platz für Frauen in Not, die eine Aus-Zeit von ihren
Familien benötigen.
Alleinstenende Frauen – Witwen,
von ihren Männern getrennte Frauen und solche, die nicht
heiraten wollen, sind stigmatisierte Mitglieder der indischen Gesellschaft.
Nishtha unterstützt die Single-Women-Bewegung in dieser Gegend:
es nimmt mit den alleinstehenden Frauen Kontakt auf, stellt ein Zentrum
zur Verfügung, in dem sie ihre Versammlungen und Workshops abhalten
können und stellt die Verbindung mit anderen Organisationen
her, die auch auf diesem Gebiet arbeiten – ein Beitrag zu einer
landesweiten Bewegung, die darauf drängt, nicht nur die Einstellung
der Gesellschaft gegenüber alleinstehenden Frauen, sondern auch
deren legalen Status zu ändern.
Nähkurse – Zwei Nählehrerinnen unterweisen
frisch verheiratete Frauen oder Mädchen, die kurz vor der
Heirat stehen, in Grundlagen des Nähens. Das ist eine gesellschaftlich
anerkannte Tätigkeit, die es jungen, traditionell isolierten
Dorffrauen ermöglicht, ihre Häuser zu verlassen und sich
mit anderen zu treffen. Sie werden automatisch in den Jugendclub
aufgenommen und ermutigt, sich dort aktiv zu beteiligen.
Frauenversammlungen und – veranstaltungen inklusive
der Mahila Mandal-Treffen und die Feiern zum Frauentag am 8. März
finden im Zentrum statt.
Ausbildungshilfe – Finanzielle
und praktische Hilfe für Mädchen, die wie ihre Brüder
zu einer höheren Bildung kommen wollen, wird durch Sponsoren
gewährleistet.
Einkommen schaffende Projekte für
benachteiligte Frauen aus der Umgebung werden entwickelt, um sie
aus der traditionellen Abhängigkeit von ihren Familien zu lösen
und ihnen dadurch zu finanzieller Selbständigkeit und sozialem
Status zu verhelfen. Momentan haben wir einen österreichischen
Zivildiener, der als gelernter Koch und Bäcker Nishtha zwölf
Monate lang seine Dienste zur Verfügung stellt. So haben wir
begonnen, Frauen im Brotbacken und der Produktion anderer Backwaren
anzulernen. Wir schulen die Frauen auch in Geschäftsmanagement,
d.h. Planung, hygienischer Verpackung und Vermarktung der Produkte. Photo
Gallery
Fokus
auf Schulkindern
Verbesserung der Ernährung von Schulkindern – Dieses
Programm sorgt dafür, dass die ärmsten Schulkinder
aus unserer unmittelbaren Umgebung täglich zusätzliches
Essen bekommen. Zweimal am Tag füllen die Kinder den Schulhof
mit ihrem fröhlichen Geschnatter, wenn sie ihre Hände mit
solarerhitztem Wasser waschen und ihr Obst und eine proteinreiche
Zwischenmahlzeit in Empfang nehmen, bevor sie in den Unterricht zurückkehren.
Nachhilfeunterricht
für Schüler die wichtige Prüfungen nicht
geschafft haben. Viele Mittelstandsfamilien können sich Nachhilfeunterricht
für ihre Kinder leisten,
die Prüfungen wiederholen müssen Ärmere Kinder, denen
das nicht vergönnt ist, müssen oft die Schule vorzeitig
verlassen. Darum baten wir einen pensionierten Schuldirektor, der
in der Nähe wohnt, mit drei jungen Lehramtsstudenten zusammen
zu arbeiten und sie einzuweisen, während der Monsunferien Mathe-,
Englisch- und Hindi-Nachhilfeunterricht zu erteilen.
Der Ferienclub für Kinder fand
zum ersten Mal während der letzten Regenzeit statt und läuft
wöchentlich weiter. Unsere Gemeindekoordinatoren, Volontäre
und Projektleiter versuchen in dieser Zeit die Kinder in kreativen
und umweltbewussten Aktivitäten anzuleiten.
Jugendprogramme für
Jungen und Mädchen
Sport- und Turnunterricht – Turn-
und Sportgeräte wurden letztes Jahr angeschafft und werden mit
großer Begeisterung von einer begrenzten Anzahl von Jugendlichen
genutzt. Einige Volontäre und unsere Angestellten haben Spiele
eingeführt. Kricket- und Basketballmannschaften wurden aufgestellt.
Ein Projekt zur Verbesserung des Dorfsportplatzes ist im Gange.
Computertraining – Ein
Computerlehrer kommt jeden Abend, um kleinen Gruppen von Burschen
und Mädchen – 5o:5o in jeder Klasse – Computer-Grundkenntnisse
beizubringen. Unterricht für Fortgeschrittene wird auch angeboten,
wenn freiwillige Trainer zur Verfügung stehen.
Die Bibliothek mit Büchern und Zeitschriften
ist ein Anziehungspunkt für
die lokale Jugend und unsere Mitarbeiter. Der wöchentliche Filmabend
ist besonders populär.
Kunsthandwerk ist beliebt bei den
Mädchen, die Karten, Schmuck, Taschen u.s.w.
herstellen – Volontäre, die besondere Fertigkeiten auf
diesem Gebiet weitergeben können, sind jederzeit willkommen.
Auch Training zur Entwicklung von Sprache
und Schreiben findet statt.
Ausflüge und Wanderungen erfreuen
sich größter Beliebtheit. Die meisten jungen
Leute haben wenig Gelegenheit, selbst nahegelegene Plätze zu
besuchen oder Ausflüge in die Berge zu machen und dort zu campen.
Das hat sich darum zu einer regelmäßigen Aktivität
unseres Jugendclubs entwickelt.
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Volkstanz
und –musik – Die Nishtha Kulturgruppe trifft
sich regelmäßig zum Proben und für Aufführungen.
Zwei bekannte Gaddi-Musiker haben ihre Zeit zur Verfügung
gestellt, um der Gruppe traditionelle Volkstänze
und –lieder beizubringen. Sie waren dabei so erfolgreich,
dass sie schon außerhalb des Zentrums aufgetreten sind. Nishtha
lässt gerade traditionelle Kostüme für die Volkstanzgruppe
nähen.
Umweltbewusstsein – Wir veranstalten
Müllsammeltage, Treffen und Diskussionen mit den Jugendlichen
und Schulkindern. Außerdem stellen wir Informationsposter und
bedruckte Einkaufstaschen aus Stoff her, um die Leute zu ermutigen,
ihren Plastikmüll zu reduzieren und das Bewusstsein für
Umweltfragen zu stärken.
Landwirtschaft – Dazu gehört
das Pflanzen von Bäumen und Kräutern, die Kompostierung
(mit Würmern) und biologische Landwirtschaft im Allgemeinen.
Katastrophenmanagement – Erste
Hilfe, der Umgang mit Wasserressourcen sowie Planung von Katastrophenhilfe
sind Gebiete, die wir auch im Begriff sind zu entwickeln.
Lokalverwaltung – Nishtha-Projektleiter
Mohinder Sharma hat großes Interesse an der lokalen Dorfverwaltung.
Als Vertreter von Nishtha hat er die letzten zwei Jahre an mehreren
Versammlungen einer Organisation namens Priya teilgenommen. Diese
kümmert sich darum, dass die Dorfbevölkerung bzgl. ihrer
Rechte und Pflichten in der Gemeindeverwaltung informiert wird. Das „Panchayat“ ist
die gewählte Ratsversammlung einer Gruppe von Weilern mit jeweils
ca. 2000 Wählern. In diesem in ganz Indien verbreiteten System
obliegt die Verantwortung für lokale Entwicklungsprojekte dem
Dorfrat. Dieses System, das effektiv dem Volk Macht gibt, ist Mahatma
Gandhis Vermächtnis an die arme Landbevölkerung. Jedoch
marginalisieren Ignoranz und rücksichtslose Missachtung der
Rechte des Volkes durch die Reichen und Mächtigen jenen Teil
der Bevölkerung, um selbst die staatlichen Ressourcen zu ihrem
eigenen Vorteil zu nutzen. Viele Menschen sind sich ihrer Rechte
und Pflichten im lokalen Regierungssystem nicht mehr bewusst. Daher
ist das o.g. Programm für die Gesellschaft von besonders großem
Wert. Continued
Der Bau des Gemeindezentrums
Im
Jahr 2002 erwarben wir von einer Familie, die in den Punjab übersiedelte,
das Haus neben dem Gesundheitszentrum. Es war einfach gebaut und
in einem schlechten Zustand. In den Jahren 2003-4 wurden umfangreiche
Reparatur- und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Dazu gehörte
die Stärkung des Fundaments, das Aufziehen einer Stützmauer
für den zweiten Stock, das Reparieren der Wände und das
Dachdecken des gesamten Gebäudes, um einen Wasserschaden vom
flachen Zementdach zu verhindern.. Der lokale Stil der Kanyara Steinarbeit
mit Lehmverputz ist erhalten geblieben, so auch der einfache Holzboden
und das Dach aus Schieferplatten auf einer Bambuskonstruktion. Der
Hof ist mit dicken, schweren Schieferplatten (chakkas) ausgelegt
und bietet einen Platz zum Sitzen. Der Garten hinter dem Gebäude
wurde so angelegt, dass er für Veranstaltungen verwendet werden
kann.
Wir sind der Deutschen Botschaft in Neu Delhi zu
großem
Dank verpflichtet für die Finanzierung der Reparatur- und
Renovierungsarbeiten des Gemeindezentrums und der Australischen
Botschaft für ihre
Hilfe bei der Einführung unserer Gemeindeprogramme. Photo
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